13.06.2013 | von | Filme | Kommentare (4)

Filmvorstellungen #1

Neben der Fotografie zählen außerdem auch das Schauen und Sammeln von Filmen in Form von DVDs, und mittlerweile auch Blu-ray Discs, zu meinen Hobbies, wenn man das so ausdrücken kann. Seltener gehe ich dafür ins Kino, da es sich nicht immer für mich lohnt. Dafür kann ich mittlerweile über 150 Original-DVD/BR-Filme und Serien mein Eigen nennen.

In dieser ersten Horror-Film-Vorstellung präsentiere ich euch welche, die ich alle auf gut Glück gekauft habe. Bei keinem dieser habe ich mir vorher eine Bewertung durchgelesen oder den Trailer angeschaut. Lediglich der Kurztext auf der Rückseite hatte mich überzeugt. Mein Gefühl dabei hat mich glücklicherweise fast nie enttäuscht. Und damit eurem Horror-DVD-Abend nichts im Wege stehen kann, schreibe ich euch hier meine kleinen Rezensionen. Ich werde mich extra kurz fassen, damit ich euch nicht das meiste im Vorfeld nehme, das wäre doch langweilig ;-)

Übrigens: Mir fällt mal wieder auf, dass die ins Deutsche übersetzten Filmtitel meistens echt total doof sind, und das ist noch freundlich ausgedrückt. Fast immer klingt die Originaltitel am besten, durch die Übersetzung verliert er total den Charme und klingt total "plump". Wer denkt sich so etwas aus? Meinetwegen müsste man nichts übersetzen... aber nun gut.

Der Fluch der 2 Schwestern

Der Fluch der 2 Schwestern
Titel: Der Fluch der 2 Schwestern
Originaltitel: The Uninvited
Jahr: 2009, USA, Kanada, Deutschland
Genre: Horror, Thriller, Drama
Länge: 87 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: Charles Guard, Thomas Guard
Drehbuch: Craig Rosenberg, Doug Miro, Carlo Bernard
Hauptdarsteller: Emily Browning: Anna Ivers
Arielle Kebbel: Alex Ivers
Elizabeth Banks: Rachel Summers
u.v.m.
Bewertung:

Die Produzenten von The Ring und Disturbia präsentieren erneut einen nervenaufreibenden Thriller – Der Fluch der zwei Schwestern.
Beim Versuch, die mysteriösen Umstände zu klären, unter denen ihre Mutter starb, verstricken sich die Schwestern Anna und Alex in eine tödliche Auseinandersetzung mit Rachel, der neuen Verlobten ihre Vaters und... ehemaligen Pflegerin ihrer Mutter. Als die Schwestern mehr über Rachels fragwürdige Vergangenheit in Erfahrung bringen, müssen sie sich Geistererscheinungen, schrecklichen Albträumen und tödlichen Konsequenzen stellen. Alles führt zu einem schockierendem Ende, bei dem einem fast das Blut gefriert.

Der Fluch der 2 Schwestern (2009)

Der Fluch der 2 Schwestern

Meine Meinung: Diesen Film hielte ich einige Male in der Hand, bevor ich ihn mir wirklich gekauft habe. Denn der Text auf der Rückseite des Filmes hatte mich zuerst nicht ganz überzeugt. Er wirkte so "standard" und "vorhersehbar" und das ist bei Filmen wirklich ein Killer-Faktor. Nichts ist ermüdender, wenn man alle Schritte im Film vorher sagen kann. Und das Cover hat mich auch nicht zu 100% überzeugt. Wobei ich im Nachhinein festgestellt habe, dass dieses nicht den Inhalt des Films widerspiegelt.

Bei "Der Fluch der 2 Schwestern" ist das "Vorhersehen" absolut nicht der Fall. Anfangs scheint es den Eindruck zu erwecken, dass es sich um eine klassische Horror-Geschichte mit der bösen Stiefmutter handelt. Aber nach und nach erlangt der Zuschauer einen anderen Blickwinkel, bis am Ende des Filmes alles ganz anders ist, als es schien. Ich hoffe, ich habe damit nicht zu viel verraten. Aber gerade dieser Stil, die Umsetzung und die Schauspieler gefallen mir hier besonders gut. Gut gemacht, "echt" und nur zu empfehlen!

Orphan – Das Waisenkind

Orphan
Titel: Orphan – Das Waisenkind
Originaltitel: Orphan
Jahr: 2009, USA, Deutschland, Kanada, Frankreich
Genre: Mystery, Thriller, Horror
Länge: 123 Minuten
Altersfreigabe: FSK 16
Regie: Jaume Collet-Serra
Drehbuch: Alex Mace, David Leslie Johnson
Hauptdarsteller: Vera Farmiga: Katherine Coleman
Peter Sarsgaard: John Coleman
Isabelle Fuhrman: Esther Klammer
u.v.m.
Bewertung:

Nach einer Serie von Schwierigkeiten in ihrer Ehe, die im Verlust eines ungeborenen Kindes gipfeln, entscheiden sich Kate und John für die Adoption der neunjährigen Esther. Kurz nach der Ankunft des Mädchens wird die Familie von einer Serie tragischer Ereignisse heimgesucht, der vermuten lassen, dass die engelhafte Esther vielleicht doch nicht die ist, die sie zu sein scheint. Es dauert nicht lange, bis sie bemerken, was mit ihr nicht stimmt: Hinter der Fassade des hübschen, intelligenten Waisenkinds verbirgt sich das Böse – kompromisslos, berechnend und kaltblütig...

Orphan – Das Waisenkind (2009)

Orphan

Meine Meinung: Eine Wahnsinns-Geschichte, die ich so noch nirgends gehört, gelesen und gesehen habe. Die Idee dahinter ist wirklich sehr gut und ungewöhnlich, was den Film daher wohl auch so brillant macht. Der "Klappentext" beschreibt genau das, was der Besucher anfangs wissen darf. Alles andere wird sich im Film klären. Mehr gibt es dazu auch nicht zu sagen: Daumen hoch!

Eden Lake

Eden Lake
Titel: Eden Lake
Originaltitel: Eden Lake
Jahr: 2008, Großbritannien
Genre: Drama, Horror
Länge: 87 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18
Regie: James Watkins
Drehbuch: James Watkins
Hauptdarsteller: Kelly Reilly: Jenny
Michael Fassbender: Steve
Thomas Turgoose: Cooper
u.v.m.
Bewertung:

Am idyllischen Eden Lake wollen Jenny und Steve ausspannen, doch statt eines romantischen Wochenendes durchlebt das Paar einen Albtraum. Die Provokationen einiger Jugendlicher eskalieren zur brutalen Gewalt, als der Kampfhund des Anführers getötet wird. Von jetzt an machen die Kids in den Wäldern unerbittlich Jagd auf die Erwachsenen und lassen auch die Grenze zwischen Leben und Tod hinter sich.

Eden Lake (2008)

Eden Lake

Meine Meinung: Ein typisches Beispiel für... nichts. Es ist nichts passiert und trotzdem schaukelt sich alles so weit hoch, bis die Grenze zwischen "Spaß" und "Ernst" so weit verschwimmt, dass es wirklich keinen Ausweg mehr gibt. Dies ist kein typischer Horror-Klassiker, sondern mehr ein schreckliches Drama, wie es sich in der heutigen Welt wirklich abspielen könnte. Und diese "echte", "nahe Gefühl" macht den Film nur noch angsteinflößender und schockierend. Auch sehr empfehlenswert!

Wie hättet ihr an der Stelle des Paares gehandelt?

Hunger

Hunger
Titel: Hunger
Originaltitel: Hunger
Jahr: 2009, USA
Genre: Thriller, Horror
Länge: 97 Minuten
Altersfreigabe: FSK 18
Regie: Steven Hentges
Drehbuch: N/A
Hauptdarsteller: Lori Heuring
Linden Ashby
Joe Egender
u.v.m.
Bewertung:

Fünf Menschen wachen in einer dunklen Höhle auf. Keiner kennt den Anderen. Keiner weiß, wie sie in die Höhle gekommen sind. Keiner ahnt, was für ein grausames Spiel auf sie wartet. Von einem Psychopathen beobachtet und ohne Nahrung sehen sich die Gefangenen einem perversen Albtraum gegenüber. Es beginnt ein Kampf ums nackte Überleben. Wo der Hunger beginnt, da endet die Menschlichkeit...

Hunger (2009)

Hunger

Meine Meinung: Auch hier war ich anfangs etwas skeptisch. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie man eine scheinbar einfache Geschichte interessant darstellen kann. Aber als ich ihn mir ansah, waren alle Zweifel verflogen. Die alltäglichste Sache wird in diesem Film zu einem richtigen Kampf. Dieser Konflikt wurde so gut und realistisch dargestellt, dass ich mir schon selbst nicht mehr sicher war, wie ich an deren Stelle handeln würde. Ich möchte aber nicht zu viel verraten (wie immer ;-)). Schaut ihn euch an, er ist wirklich gut!

Epilog

Demnächst folgt ein weiterer Beitrag mit neuen Horror-Filmen!

Könnt ihr mir vielleicht noch gute Horror-Filme empfehlen?

Information: Wusstet ihr, dass die Verwendung der Filmplakate im Gesetz geregelt ist? Das UrhG (Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte) § 50 "Berichterstattung über Tagesereignisse" besagt: "Zur Berichterstattung über Tagesereignisse durch Funk oder durch ähnliche technische Mittel, in Zeitungen, Zeitschriften und in anderen Druckschriften oder sonstigen Datenträgern, die im Wesentlichen Tagesinteressen Rechnung tragen, sowie im Film, ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe von Werken, die im Verlauf dieser Ereignisse wahrnehmbar werden, in einem durch den Zweck gebotenen Umfang zulässig."

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Filme

Steffen

13. Juni 2013, 20:09 Uhr

Ha ha, wie ähnlich wir uns sind, ich habe aufgehört zu zählen, aber vermütlich habe ich doppelt so viele, wenn nicht sogar mehr.

Allerdings ist Horror meiner Meinung nach das dümmste Genre von allen, entweder langweile ich mich oder ich muss mich über die billige und alberne Machart, bzw. Story amusieren. Meistens habe ich also nur Spaß daran, wenn ich in Begleitung schaue, weil ich mich so noch an den Reaktionen der anderen erfreuen kann und keinen einsamen Langeweile-Tod sterben muss. Einer meiner Dozenten wies uns daraufhin, dass sich Filme dieses Genres nur in einzelnen Kleinigkeiten unterscheiden... Hm, toll.

Interessant finde ich hierbei die Alterseinstufungen und Indixierungen, im Rahmen meines Vortrages in Medienwirtschaft (Medienrecht) zum Thema "Jugendmedienschutz" habe ich ein wenig mit der Thematik befasst. Die Einstufungen sind im Vergleich zu früher wesentlich "abgestumpfter", was ich sehr schade finde.

Gute Horrorfilme, gibt es solche wirklich? In Zeiten von SAW und co. wird wirklich viel zu viel auf Gewalt gesetzt, war früher vielleicht nicht anders, jedoch die Darstellungsformen haben sich technisch gewandelt (vieles war technisch nicht möglich, sah entweder billig/unrealistisch aus oder wurde gar nicht gezeigt). Ich muss allerdings zugeben, dass ich keinen der von dir genannten Titel kenne.

Sinister fand ich nun annehmbar, kannst du dir ja mal ansehen, wenn du ihn nicht kennst. Witzig ist die Tatsache, dass "Tanz der Teufel" (Neuauflage ist gerade gedreht "Evil Dead") einer DER KULT-HORRORFILME ist - zudem auf der B-Indexliste steht, was bedeutet, dass die Verbreitung in Deutschland untersagt ist - und da einfach nichts passiert, er strunzlangweilig und überalbern ist.

Steffen

23. Juni 2013, 09:53 Uhr

Ich habe es getan! Ich sah Hunger und erkenne, dass da die Meinung deutlich auseinandergehen.
Was macht ihn denn "wirklich gut", dass du nicht weiß, wie du dich verhalten würdest? Ich entwickelte ganz andere Fragen. Warum hat er es getan? Weil er selbst schon mal in so einer Situation war? Ich wurde schon mal beim Skaten vom Trecker umgefahren, aber deswegen jage ich ja nicht mit nem Trecker über die Gehwege. Und wie hat er die Opfer ausgewählt? Sie deuten zwar irgendetwas an, aber irgendwie scheint es doch willkürlich. Fast fünf Wochen hat er sie eingesperrt, wenn man nichts zu essen hat, braucht man sich ja nicht zu rasieren oder zu menstruieren, oder sehe ich das falsch? Auch da schwächelt der Film. Zudem war er recht schlicht gehalten, als Schauplätze dienten das Zimmer des Verrückten, das Gewölbe und draußen (Klippe, Gewölbeöffnung und Autowrack). Wobei es sicher am aufwendigsten war, das Auto von der Klippe in den See fallen zu lassen xD

Gruselfaktor gleich null. Höchstens die kanibalischen Handlungen am Ende erinnern an so manchen (dummen) Zombiefilm.

Sie sah das Licht (am Ende des Tunnels). Schön, dass der Schluss diesen Interpretationsfreiraum bot, aber wenn du mich fragst, ist das kein Happy End ;-) Kein gutes Ende, kein ("wirklich") guter Film.

Dracovina

23. Juni 2013, 18:34 Uhr

Ja, so gehen die Meinungen auseinander ;)

Warum? Weil der Täter scheinbar nicht damit zurecht kam, dass er aus Verzweiflung und Angst seine eigene Mutter gegessen hat. Und er wollte sich selbst mit diesem "Experiment" beweisen, dass jeder so handeln würde und kannibalisch wird. Das hat rein gar nichts mit Logik zu der, der Mann ist einfach psychisch krank. Wie möchtest du seine Taten rechtfertigen? Die möchtest du einen psychisch kranken begründen? Dafür gibt es keine Erklärungen, diese Menschen sind einfach krank.

Die Opfer wurden so ausgewählt, dass kein Familienangehöriger oder Freund sie über die Wochen vermissen würde. Alle waren einsam und keiner würde nach ihnen suchen. Zudem waren das alle verschiedene Persönlichkeiten, die zusammen spielten. Was ist daran denn willkürlich? Wie hätte der Täter deiner Meinung nach seine Opfer aussuchen sollen? Es ging ihm in erster Linie um das Essen bzw. Hungern und nicht um irgendwelche Rache-Aktionen bei der Ex. oder so.

Wenn du das mit dem Rasieren und der Menstruation so eng siehst, dann darfst du dir ja fast keinen Film ansehen. Denn ja, es ist ein Film und es geht um keine weiteren menschlichen Bedürfnisse außer das Essen und Trinken. Ich würde dies nicht als Negativ-Punkt werten. Wobei ich mich meine zu erinnern, dass die Männer immerhin mehr Bart hatten zum Ende hin, oder nicht? Aber wie gesagt, der Kern liegt ja woanders.

Ja, die Produktion war sicherlich nicht sehr teuer, aber ich finde ihn dennoch gut gemacht. Ein Film muss ja keine super modernen Special Effects haben, um gut zu sein. Gerade habe ich eine Rezension über "World War Z" gelesen, worin steht, dass die Effekte super toll sind, super futuristisch und monströs, die Geschichte aber dennoch ausgelutscht und einfach. Jetzt frage ich mich, was ich mir lieber ansehe. Einen Film mit weniger Effekten, aber einer durchdachten Geschichte oder einen mit supermodernen, tollen Effekten und einer anspruchslosen Geschichte. Das ist wohl Geschmackssache ;-)

Das Ende hätte ich mir auch etwas ausgebauter gewünscht, aber dies verschlechtert ja nicht den gesamten Film.

Vielen Dank für deine Meinung! Daran sieht man sehr gut, dass Geschmäcker wirklich verschieden sind. Anders wäre es ja auch langweilig :-)

Steffen

30. Juni 2013, 17:03 Uhr

Da ich dich mag und eine Menge auf deine Meinung gebe, schaue ich mir die aufgelisteten Filme nach und nach an. Gestern "Orphan". Was soll ich sagen, der Film war gut, allerdings ist das ja fast mehr Mystery, eher Thriller als Horror, gruselig an dem Film sind nur, dass da so viele Kinder sind. Zum Glück singen sie nicht, denn das ist echt das Furchtbarste, was es gibt! Bah, singende Kinder... xD Story und Aufbau finde ich gut, auch die kleine Max ist sehr niedlich. Saß selbst ab und zu mit dem Gedanken vorm Bildschirm, dass endlich mal jemand dieser Göre das M.. Handwerk legt! Nachdem ich "Hunger" eher als Reinfall betrachte, war "Orphan" ein guter Tipp, mal sehen, ob der Rest auch hält, was du versprichst ;-)

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