11.06.2012 | von | Selbst, Webdesign | Kommentare (13)

Ausbildung zum Mediengestalter

Ich möchte euch in diesem kleinen Artikel ein wenig von meinem Beruf, die Ausbildung und der Abschlussprüfung berichten.

Der Beruf

Ich bearbeite gerne Bilder in Photoshop …

… hört man oft auf die Frage, warum jemand ausgerechnet Mediengestalter (Digital/Print) lernen möchte. Klar, ein wenig Bilder bearbeiten, etwas mit Medien zu tun haben – klingt doch alles super. Aber kaum jemand weiß wirklich, was hinter diesem Beruf steckt. Fakt ist leider, dass dieser Beruf ein absoluter Trendberuf ist, sich viele junge Leute sich für eine Ausbildung hierfür bewerben und infolgedessen der Markt völlig überfüllt ist und es kaum ausgelernte Gestalter gibt, die wirklich mit Leib und Seele richtig gute Werke erschaffen.

Betrachtet man diese Entwicklung weiter, dann stellt man fest, dass die Arbeit eines Mediengestalters auch nicht als "richtige" Arbeit angesehen wird. Denn der Sohn des Nachbarn kann doch mal eben die Website und ein paar Visitenkarten erstellen. Wieso also so viel Geld für eine Agentur ausgeben?

Viele Jugendliche möchten unbedingt etwas "mit Medien machen". Genau recherchiert wird hierbei leider nicht oft. Daher gibt es viele, viele Bewerbungen für eine Ausbildung zum Mediengestalter. Jene, die keine der begehrten Ausbildungen ergattern konnten, versuchen deshalb privat ein wenig mit Bildern und Websites herumzuwerkeln. Da ist eine neue Internetpräsenz bei einer bekannten Internet AG mit ein paar Klicks doch völlig ausreichend. Und ein wenig Geld kann man sich damit auch dazu verdienen. Auch, wenn dies nicht auf alle Jugendliche zutrifft, dann wird doch der Normalbürger durch Werbung und andere Einflüsse von Medien dazu verleitet zu denken, dass es total einfach ist und kaum Arbeit macht, sich mal eben eine Website zu erstellen.

Dies hat zur Folge, dass die Arbeit eines Gestalters nicht richtig geschätzt wird. Es ist eben nicht so, dass Flyer und Websites mal eben nebenbei erstellt werden können. Dahinter steckt sehr viel mehr Arbeit, vor allem geistige Arbeit und Kreativität. Ein gutes Design entsteht nicht in ein paar Minuten durch das Hin-und-Her-Schieben von Bildelementen in Photoshop. Die Gedanken, die sich vor einem Projekt gemacht werden müssen, sind dabei sehr wichtig. Die Vorarbeit, die Ideen, die Entwürfe, das gesamte Konzept ist meistens Arbeit, die beim Betrachten eines fertiges Produktes kaum jemand wahrnimmt.

Ich finde dies total schade und irgendwie auch traurig, obwohl diese Fakten im Endeffekt meine berufliche Zukunft beeinflussen …

Nun, ich kann allen angehenden Mediengestaltern und allen, die überlegen einer zu werden, nur nahe legen, dass sie sich über die paar Zeilen ein paar Gedanken machen. Denn es gibt genug Leute, die sich "Gestalter" oder "Grafiker" nennen, wenn sie zwei Bilder in Photoshop zu einem zusammenfügen können. Die Welt braucht kreative Köpfe, gute Ideen, und keine Schieb-Klick-Produkte.

Aber dennoch möchte ich euch im folgenden ein paar Dinge zu dieser Ausbildung erzählen.

Die Ausbildung

Ausbildungsberufe

Hat man sich dazu entschlossen, Mediengestalter/in zu werden, dann hat man die Wahl zwischen folgenden Ausbildungsberufen:

  1. Mediengestalter Digital und Print
  2. Mediengestalter Bild und Ton
  3. Mediengestalter Flexografie
  4. Mediengestalter Siebdruck

Mehr Informationen kann ich euch nur zum Mediengestalter Digital und Print geben, da ich diesen Beruf auch lerne bzw. fast ausgelernt habe. Weiteres könnt ihr euch aber ganz einfach im Internet heraussuchen!

Mediengestalter Digital und Print - Fachrichtungen

Bei "Digital und Print" gibt es zusätzlich noch die Unterteilung in verschiedene Fachrichtungen:

  1. Beratung und Planung
  2. Konzeption und Visualisierung
  3. Gestaltung und Technik (Print oder Digital)

Die Fachgebiete erklären sich fast von selbst. Als Berater und Planer stehen Planungen und Kalkulationen von Medienprodukten und das "Gestalten von Medien" im Vordergrund. Als Konzeptioner müssen oft Konzepte geschrieben und präsentiert werden, zusätzlich zur Gestaltung. In der Fachrichtung Gestaltung un Technik Print zählt das Gestalten von verschiedenen Printprodukten zu der Hauptaufgabe. Und bei Gestaltung und Technik Digital (meine Fachrichtung) gehören das Gestalten und Umsetzen von Websites zum Alltag.

Lehrinhalte

Für die Lehrinhalte der Ausbildungsberufe "Mediengestalter/in Digital und Print" und "Mediengestalter/in Flexografie" kann ich euch dieses PDF-Dokument empfehlen: MediengestalterDigitalPrint07-01-18idF11-02-04.pdf
Auf Seite 8 könnt ihr euch die gesamten Lernfelder des Rahmenlehrplans durchlesen.

Aus eigener Erfahrung kann ich euch sagen, dass einige Themen, die ihr behandelt und lernen müsst, kaum in der Praxis gebraucht werden. Vor allem je nach Ausbildungsbetrieb können das sogar ganz andere Aufgaben sein, die ihr im Alltag lösen müsst. Aber alles ist zu machen und zu erlernen! Ich muss aber auch sagen, dass ich mir vieles auch privat zu Hause angeeignet habe, wie z.B. die Technik der Fotografie. Viele CSS3 Neuerungen habe ich auch vor allem durch die Erweiterung meines Blogs kennengerlernt. Die Handhabung mit Domains und des WWW kam mit der Zeit, auch durch das Lesen verschiedener Artikel. Das zuletzt gelernte Thema ist Responsive Webdesign, wobei man ja immer und stetig hinzulernt. Vor allem in dieser Branche ist das ein Muss.

Die Zwischenprüfung (Stand: Juni 2012)

In der Zwischenprüfung des Mediengestalters Digital und Print werden folgende drei Bereiche abgeprüft:

1: Gestaltung und Realisation eines Medienproduktes (praktisch)

  • Aufgabe 1 – Prüfungsgebiet Medienintegration (Beherrschen von Grafik- und Bildbearbeitungsprogrammen)
  • Aufgabe 2 – Prüfungsgebiet Gestaltung (Gestaltung und Realisierung eines Print/Digitalproduktes)

In meiner ZP 2011 hatte ich als Digitale (Gestaltung und Technik Digital) eine Vektoraufgabe und eine Aufgabe zur Gestaltung und Umsetzung einer Website.

Zwischenprüfung 2011 Mediengestalter, FR Gestaltung und Technik (Digital) – Gestaltung und Umsetzung einer Website – Note: 2

2: Gestaltungsgrundlagen und Medienproduktion (schriftlich)

Es werden Fragen zu den bisher behandelten 7 Lernfeldern gestellt, wovon nur 6 bearbeitet werden müsse (eine nach Wahl kann gestrichen werden).

  • LF1: Den Medienbetrieb und seine Produkte präsentieren
  • LF2: Medienprodukte typografisch gestalten
  • LF3: Ausgabedateien druckverfahrensorientiert erstellen
  • LF4: Computerarbeitsplatz und Netzwerke nutzen, pflegen und konfigurieren
  • LF5: Eine Website gestalten und realisieren
  • LF6: Bilder gestalten, erfassen und bearbeiten
  • LF7: Daten für verschiedene Ausgabeprozesse aufbereiten

Ein paar Wochen vor der theoretischen Zwischenprüfung gibt der ZFA (Zentral-Fachausschuss) für Berufsbildung Druck und Medien grobe Themen der Lernfelder vor. So kann sich der Prüfling gezielter für die ZP vorbereiten und lernen.

In meiner Zwischenprüfung 2011 wurden folgende Themen veröffentlicht:

  • LF1: Den Medienbetrieb und seine Produkte präsentieren:
    Kostenarten, Kostenverhalten
  • LF2: Medienprodukte typografisch gestalten:
    Layout
  • LF3: Ausgabedateien druckverfahrensorientiert erstellen:
    Ausschießen
  • LF4: Computerarbeitsplatz und Netzwerke nutzen, pflegen und konfigurieren:
    Monitor-Technologie
  • LF5: Eine Website gestalten, erfassen und bearbeiten:
    Internetadresse
  • LF6: Bilder gestalten, erfassen und bearbeiten:
    Farbräume
  • LF7: Daten für verschiedene Ausgabeprozesse aufbereiten:
    PDF für Online-Medien erstellen

Zu diesen Themen gab es dann je ca. 2 bis 4 Fragen, unterteilt in a), b), c) usw. Also keine Romane und keine Doktorarbeiten – kurz und knackig und alles machbar.

3: Kommunikation/Arbeits- und Sozialrecht (schriftlich)

  • Deutschaufgabe
  • Englischaufgabe
  • Arbeits- und Sozialrecht (WiSo)

Aktuelle und mehr Informationen findet ihr auf www.zfamedien.de .

Die Abschlussprüfung (Stand: Juni 2012)

In der Abschlussprüfung des Mediengestalters Digital und Print in der Fachrichtung Gestaltung und Technik Digital werden folgende Bereiche abgeprüft:

1: Gestaltungsumsetzung und technische Realisation (praktisch)

  • Prüfungsstück I:
    Lösungsvorschlag mit Arbeitsplanung (innerhalb von 10 Arbeitstagen)
    Erstellung eines Teilproduktes der Medienproduktion (in 7 Stunden)
  • Prüfungsstück II:
    W3-Qualifikationseinheit (in 2 Stunden)

Ich musste in meiner AP 2012 eine Website gestalten und umsetzen und dazu eine Arbeitsplanung mit einem kleinen Konzept schreiben. Als W3-Modul habe ich "W04 Produktorientierte Gestaltung (ditial)" gewählt. Das W3-Modul wird am Anfang der Ausbildung, je nach Fachrichtung und Hauptaufgabe im Betrieb, ausgewählt. Das gewählte Thema wird dann in der Abschlussprüfung praktisch geprüft. Hier eine Übersicht der W3-Module: W3-Qualifikationen.pdf (Kreuz = in dieser FR möglich)

Wenn die Prüfungen vollständig in jedem Bundesland absolviert wurden, dann werde ich euch meine praktischen Ergebnisse präsentieren.

Abschlussprüfung 2012 Mediengestalter, FR Gestaltung und Technik (Digital)

2: Konzeption und Gestaltung (schriftlich)

  • 12 offene Aufgaben von denen 10 zu bearbeiten sind

Zu jedem Thema gab es dann auch ca. 2 bis 4 Fragen, unterteilt in a), b), c) usw.

Die Themen in meiner Abschlussprüfung Sommer 2012 in der Fachrichtung Gestaltung und Technik Digital:

  • U1: Präsentation
  • U2: Kapazitätsplanung
  • U3: Mikrotypografie
  • U4: Rastersysteme
  • U5: Bildschirmtypografie
  • U6: Anzeigenanalyse
  • U7: QR-Codes in Druckprodukten
  • U8: Datenbanken
  • U9: Redesign
  • U10: Screenlayout berechnen (fachrichtungsspezifisch)
  • U11: Gestaltgesetze (fachrichtungsspezifisch)
  • U12: Dynamische Website (fachrichtungsspezifisch)

3: Medienproduktion (schriftlich)

  • 12 offene Aufgaben von denen 10 zu bearbeiten sind

Ca. 2 bis 4 Fragen, unterteilt in a), b), c) usw., gab es auch hier zu jedem Thema.

Die Themen in meiner AP Sommer 2012 in der FR Gestaltung und Technik Digital:

  • U1: Ausgabeauflösung
  • U2: Farbauszüge
  • U3: Netzwerkgeschwindigkeit
  • U4: Lärm am Arbeitsplatz
  • U5: CSS-Positionierung
  • U6: Crop-Faktor
  • U7: Audiobearbeitung
  • U8: Logos und CD umsetzen
  • U9: Variabler Datendruck
  • U10: Videos in Websites einbinden (fachrichtungsspezifisch)
  • U11: Datenbankzugriff (fachrichtungsspezifisch)
  • U12: Audiodaten-Berechnung (fachrichtungsspezifisch)

4: Kommunikation (schriftlich)

  • 1 Deutschaufgabe
  • 1 Englischaufgabe

5: Wirtschafts- und Sozialkunde (schriftlich)

  • 21 Multiple-Choice-Aufgaben, von denen 18 zu bearbeiten sind
  • 7 ungebundene Aufgaben, von denen 6 zu bearbeiten sind

Aktuelle und mehr Informationen findet ihr auf www.zfamedien.de.

Meine Abschlussprüfung Sommer 2012

Als acht Wochen vor der theoretischen Abschlussprüfung die Themen bekannt gegeben wurden, fing ich wie die meisten anderen sofort an, die Themen zu recherchieren. Daraus wurde dann ziemlich schnell ein riesiger Berg Papier. Zuerst habe ich alle Informationen, die ich im Internet, in Büchern und Schulunterlagen finden konnte, zusammengetragen. In diesem Schritt habe ich mir noch nichts detailliert durchgelesen oder bin etwas vertiefend durchgegangen. Ich wollte erst einmal alles zusammen sammeln und dann Schritt für Schritt durcharbeiten.

Abschlussprüfung 2012 Mediengestalter – Vorbereitung Theorie
Abschlussprüfung 2012 Mediengestalter – Vorbereitung Theorie

Anschließend habe ich jedes Thema durcharbeitet. Die zusammengetragenen Texte mussten durchgelesen, wichtiges markiert und eine kurze Zusammenfassung handschriftlich notiert werden. Das war im Endeffekt die meiste Arbeit, denn ich habe zusätzlich zu den technischen Themen noch Übungsaufgaben durchgerechnet. Ich wollte gut vorbereitet sein, obwohl man es eigentlich gar nicht sein kann. Denn unter jedem Thema kann sich eine Masse an Fragen verbergen, von A bis Z, von oberflächlich bis ganz vertiefend. Daher musste ich versuchen ein gesundes Maß zu finden, damit es einfach nicht zu viel wird.

Abschlussprüfung 2012 Mediengestalter – Vorbereitung Theorie
Abschlussprüfung 2012 Mediengestalter – Vorbereitung Theorie

Leider musste ich, wie in der Zwischenprüfung, feststellen, dass, wenn ich fast nichts getan hätte, die theoretische Abschlussprüfung nicht wesentlich schlechter ausgefallen wäre. Denn die Fragen, die gestellt wurden … an so etwas hätte ich in der Vorbereitungszeit niemals gedacht. Meiner ersten Ausbildung und meinem Allgemeinwissen kann ich es verdanken, dass ich einige Aufgaben überhaupt lösen konnte. Ich vermute, dass einige bei manchen Aufgabenstellungen ziemlich verzweifelt waren, auch zurecht, wie ich finde. Aber trotzdem war alles irgendwie zu schaffen. Denn immerhin konnte man in den großen Prüfungsbereichen je zwei von zwölf Aufgaben streichen.

Und das wichtigste: die Theorie habe ich bestanden! Jetzt muss ich nur noch die praktischen Aufgaben einigermaßen gut hinbekommen, um vollständig zu bestehen … Meine Noten in der Theorie sind folgende:

  • Konzeption und Gestaltung – 82 Punkte – Note: 2
  • Medienproduktion – 80 Punkte – Note: 3
  • Kommunikation – 87 Punkte – Note: 2
  • Wirtschafts- und Sozialkunde – 71 Punkte – Note: 3

Der Notenschlüssel:

  • 100 - 92 Punkte – Note 1
  • unter 92 - 81 Punkte – Note 2
  • unter 81- 67 Punkte – Note 3
  • unter 67 - 50 Punkte – Note 4
  • unter 50 - 30 Punkte – Note 5
  • unter 30 - 0 Punkte – Note 6

Also ich finde, es hätte besser sein können – aber natürlich auch schlechter. Im Großen und Ganzen bin ich schonmal zufrieden. Allerdings ärgert es mich ein wenig, dass ich bei Medienproduktion nur einen Punkt an einer zwei vorbei bin …

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SelbstWebdesign

Fyn

11. Juni 2012, 22:46 Uhr

Sehr, sehr ausführlich geschrieben das Ganze :)
Hoffe und vermute es wird für einige hilfreich sein, die sich überlegen so eine Ausbildung anzugehen. Ich denke von den Mediengestalter Ausbildungsrichtungen ist die Richtung, die du machst, am interessantesten für junge Leute. Ich hab auch eine Zeit lang darüber nachgedacht eine Ausbildung als Mediengesalterin zu machen.

Die Website von deiner Zwischenprüfung finde ich übrigens klasse. Die passt einfach perfekt und ist wunderschön gestaltet!

Dani

12. Juni 2012, 12:27 Uhr

Wow, eine wirklich ausführliche Beschreibung! Schön, dass du solche tollen Noten bekommen hast, meine Gratulation, da haben wir ja beide etwas zu feiern, denn ich habe gestern auch meine Matura bestanden :)

Ich finde es auch witzig, dass viele Mediengestalter werden wollen, obwohl sie gar nicht wissen, was genau eigentlich dahinter steckt ... das wäre der richtige Beruf dafür gewesen, aber leider hab ich mich falsch entschieden :/ Aber was will man machen :)
Und das Design, dass du für die Prüfung erstellen musstest, sieht auch ganz große Klasse aus! Wahninnig toll!

Liebe Grüße
Dani

Electrofairy

13. Juni 2012, 18:53 Uhr

Klasse geschrieben. Das was du am Anfang meintest: Jeder will das irgendwie machen, kenn ich. Aber die leute informieren sich dann doch nicht im Vorfeld richtig und spätestens nach ein paar Monaten tritt die große Ernüchterung ein. Ich dachte mit 16/17 auch, dass ich vielleicht mal Kommunikationsdesign studiere und so Webdesign mache, aber nach nur einem kurzen Nebenjob in der Branche war klar, dass das absolut nichts für mich ist.

hihi danke für deinen netten Kommentar :) Doch die kleine ist immer wie doof rumgewuselt und es sind auch viele viele unscharfe Bilder dabei gewesen. Aber ich hab mich dann irgendwann dran erinnert wie die Kameraeinstellungen sein müssen, damit auch bei Rumgewusel noch scharfe Bilder rauskommen und dann hat es ganz gut geklappt. Zum Schluss war sie auch müde und lief nicht mehr ganz so aktiv hin und her :)

sunochan

13. Juni 2012, 19:20 Uhr

ja das problem mit dem überfüllten trendberuf hast du ganz super umschrieben. ich finde es super, dass es noch personen gibt, die sich auch wirklich für das interessieren und das gut können, was sie dann machen - leider aber werden diese oft von anderen geflutet und gar nicht so schnell rauserkannt, wer nun wirklich was drauf hat etc

sunochan

15. Juni 2012, 08:53 Uhr

jaaa die kois sind so süß :D

also wenn ich selbst ein arbeitgeber wäre und sich wer als mediengestalter bei mir bewirbt, würd ich irgendwelche referenzen verlangen.
im heutigen zeitalter hat fast jeder mensch, der sich für so etwas interessiert, schonmal ein eigenes portfolio und/oder einen blog erstellt...

Fyn

15. Juni 2012, 12:05 Uhr

Natürlich ist das in Ordnung, sonst hätte ich meine Google+ Adresse nicht preis gegeben :) Manchmal finde ich es bei Google noch etwas verwirrend, dass man bei Seiten und bei seinem eigenen Profil Leute und andere Seiten in die Kreise stecken kann.

Ich bin auch nur noch bei Facebook angemeldet, weil ich weiß, dass wenn ich jemanden erreichen muss ich ihn meistens dort finde und die Nachricht dann an kommt.

Dir auch ein schönes Wochenende!

Denise

17. Juni 2012, 00:55 Uhr

Uff, ja Stress ist überall bekannt, manchmal habe ich morgens keine Lust aufzustehen weil ich genau weiß, dass das wieder ein stressiger Tag wird xD
aber ich denke mir dann "nur noch wenige Tage und du hast es geschafft" da ich ja nur noch 3(?) Wochen Schule habe und dann meine Schule beendet habe und dann fang ich dieses Jahr auch schon meine Ausbildung an die definitiv nicht leichter wird x.x... naja~ das Leben scheint für alle irgendwo seine Schwierigkeiten zu verstecken! :)

steve

06. Juli 2012, 00:33 Uhr

Also generell dabei bin ich jetz 6 jahre dabei webdesign zu praktizieren ...
Bloß meine Seite existiert noch nicht solange ich war bevor ich die Seite eröffnete über ein Jahr inaktiv :D ...

Ich werde dich auch sofort verlinken und dir auch ein schönes Wochenende :D

Lisa

07. August 2013, 12:28 Uhr

ich wüsste gern wie lange hat der ganze Prozess Theo und Praktische gedauert bis man schlussendlich fertig ist?

Soweit ich weiß beginnen nächstes Jahr die Prüfungen am 14.5.2014, ist man dann schon Anfang Juli fertig oder wie läuft das ganze ab?

Dracovina

18. August 2013, 21:26 Uhr

Hallo Lisa,

erst einmal danke für deinen Kommentar :)
Ich glaube, ich hatte damals Mitte/Ende März meine Theorie-Prüfung und Anfang Juni war der Abgabetermin für die praktische Prüfung. Und am 22.06. hatte ich dann meine offizielle Freisprechung durch die Handelskammer.

Wenn du deine praktische Abschlussprüfung zum 14.05.2014 hast, dann hast du sicherlich auch im Juni schätze ich deine Freisprechung. Wann die Termine genau sind, erfährst du von deiner zuständigen Handelskammer oder deinen Lehrern an der Berufsschule. Denn dort sitzen sicherlich auch einige im Prüfungsausschuss und kennen daher alle Termine. Ich denke, da noch etwas Zeit hin ist, werdet ihr rechtzeitig über alle Termine informiert :)

Ich drücke dir schonmal die Daumen ;)

Philipp

27. September 2013, 11:38 Uhr

Ahhh du sprichst mit aus dem Herzen. Bin seit 6 Jahren Mediengestalter in der Schweiz und muss mir diese Geschichten immer wieder anhören. "Was machst denn du schon?!" Es ist echt traurig das viele nicht wissen, was für ein Aufwand hinter einem Produkt steckt. Sei es fürs Web oder für den Druck.

Ich danke Dir für diesen Artikel.

Alles Gute und liebe Grüsse aus der Schweiz.
Philipp

Janosch

23. Oktober 2013, 13:24 Uhr

Da kann ich meinem Vorredner nur zustimmen. So Bemerkungen wie "Das bisschen HTML kann doch jeder" hört man leider nicht zu selten. Der Eigentliche Aufwand zu einer fertigen Website oder von mir aus auch zu einem fertigen Print-Erzeugnis ist enorm und in den Köpfen der meisten, schlicht weg nicht bekannt.
Insofern Danke für diesen Artikel.

Grüße Janosch

chrissi

27. November 2013, 17:45 Uhr

Nun musste ich mal nachforschen, was du so beruflich machst, nachdem ich ja kürzlich schon über deinen Responsive Design Artikel gestolpert war. ;)

Erstmal herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluss deiner Ausbildung. Da das nun bereits ein paar "Tage" her ist, hoffe ich, du bist gut im Berufsleben angekommen. :)

Da ich selbst keine Ausbildung gemacht habe, kann ich das Thema nur von außen betrachten.

1.) Schwemme an Mediengestaltern
Dem muss ich leider zustimmen. Wir hatten für die Contentaufbereitung letztes Jahr 1-2 Mediengestalter gesucht und innerhalb kürzester Zeit 100 Bewerbungen auf dem Tisch. o.O
Bei so vielen Bewerbungen brachten wir eine Probeaufgabe ins Spiel, um besser filtern zu können. Die Bewerber erhielten eine einfache PSD mit 3 Seiten von einem Layout, die sie ausmessen und schneiden sollten. Frei nach dem Motto: "Aufbereitung für die technische Umsetzung." Was soll ich sagen? Wir hatten Leute dabei, die uns die Ausmessungen in cm schickten, statt px. Oder auch Leute, die uns im Gespräch nicht sagen konnten, was denn ein px sei.
Das fand ich ziemlich erschreckend!

2.) Mediengestalter ist nicht gleich Mediengestalter
Genauso wenig wie jeder Desiger gleich ist. Egal ob nun Studium, Ausbildung oder was auch immer.
Selbst bei jenen, die nur im digitalen Umfeld leben, gibt es erheblich Probleme. Gerade wenn es in Richtung Responsive oder plattformübergreifende Distribution geht, merkt man die Unterschiede. Es gibt leider viel zu viele Designer, die es dann nicht schaffen, mit klaren Rastern zu arbeiten. Da wird dann in Photoshop noch etwas zurecht geschoben, weil es doch so schöner aussieht. Völlig egal, dass sich aus dem ständigen "so hin schieben, dass es schöner aussieht" keine eindeutige Regel für das Verhalten bei der technischen Implementierung ableiten lässt.
Form folgt Funktion und nicht umgekehrt.

3.) Ausbildung oder Studium spielt nicht unbedingt eine Rolle
Wir hatten Anfang des Jahres nach Verstärkung für unser Team gesucht. Auf dem Tisch hatte ich wirklich alles. Abgeschlossene Ausbildung, Bachelor-Studium, Master-Studium mal mit und mal ohne Berufserfahrung.
Ein paar Highlights:
Bewerberin mit Master-Studium (1,0) - also auf den ersten Blick *wow* - die uns für die "Digital Designer" Stelle (im Aufgabenprofil stand drin, dass es um Interface Design für multimediale Anwendungen gehen würde) ein Portfolio mit Schmuckfotografie schickte. Das war wirklich nett anzusehen, aber wie mir das helfen sollte, ihre Qualifikation für die von uns ausgeschriebene Stelle zu besetzen, ist mir bis heute nicht klar.
Bewerber mit 10 Jahren Berufserfahrung - da dachte ich auf den ersten Blick 'Mensch, der kann uns bestimmt auch noch was beibringen und bleibt bestimmt auch unter Druck ruhig.'. Ergebnis: Im Bewerbungsgespräch saß uns ein völlig schüchterner Mann ohne Selbstbewusstsein gegenüber, der noch nie mit Gestaltungsrastern gearbeitet hatte und auch nicht wüsste, wie er seine Layouts an den Techniker übergeben würde, da er ja bisher alles selbst gemacht hat. - Wie soll da Teamarbeit funktionieren?

Das Rennen hat dann eine Bewerberin gemacht, die gerade frisch ihre Ausbildung zur Mediengestaltung Print und Digital abgeschlossen hatte und nicht übernommen wurde. Diese Entscheidung habe ich bis heute noch nicht bereut - die Kollegen auch nicht. ;)

Fazit: Es gibt viel hoch und tief bei den Mediengestaltern und ich denke, die große Frage ist, was man selbst draus macht. Wichtig gerade im digitalen Umfeld ist: Wer stehen bleibt, verliert. Wie du bereits sagst: Websites klickt dir heute jeder zusammen, also muss man sich hier stetig weiterentwickeln, um sich von der Hobby-Masse abzuheben.

Dir wünsch ich auf der Reise einfach viel Erfolg und vor allem: Viel Neugier und Spaß. =)

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