04.11.2011 | von | Beziehungen, Gedanken, Bildbearbeitung, Fotografie | Kommentare (15)

So nah und doch so fern

Ich habe mir nun Gedanken darüber gemacht, ob ferne Liebe funktionieren kann, unter welchen Voraussetzungen es eine Bindung für die Ewigkeit werden könnte und ob es sich überhaupt lohnt nur in Erwägung zu ziehen eine Fernbeziehung zu führen.

Fernbeziehung: Willkommen und Abschied

Eines ist schonmal klar: Beziehungen auf Distanz sind immer mit mehr Problemen behaftet als "normale", bei denen man sich regelmäßig in kürzeren Abständen sieht. Wohnt man noch zu Hause/ist minderjährig, heißt es als erstes seine Eltern davon zu überzeugen, dass er/sie trotz Entfernung der/die Richtige für einen ist, dass sie es hundertprozentig schaffen werden die Entfernung zu überstehen und dass sie "groß" genug dafür sind, so eine weite Strecke von mehreren Hundert Kilometern alleine zu bewältigen, egal ob mit dem Auto, dem Zug oder dem Flugzeug. Schließlich ist es ja die Liebe seines Lebens und man würde alles für sie tun. Aber fühlt man nicht bei jeder Beziehung so? So sollte es zumindest sein.

Und wie sieht es mit den Finanzen aus? Besucht man den Partner, der ca 500 Km weit weg wohnt, einmal im Monat, dann kommen auch ca. 80-100 Euro Fahrtkosten zusammen (Zugkarte oder Benzin). Die Stunden, die dann vergehen, um endlich angekommen zu sein, sind auch nicht wenig. Es muss sehr viel Geld und Zeit dafür investiert werden, um nur in der Nähe seiner/seines Geliebten zu sein. "Normale" Pärchen können sich mal eben nach der Schule oder nach der Arbeit besuchen gehen, was bei Partnerschaften in einer Fernbeziehung nicht möglich ist. Alleine die Zeit würde fehlen, selbst wenn es noch gerade so passen würde, müsste sie/er nach ein paar Minuten wieder zurück fahren, um nicht zu spät zu Hause anzukommen. Also bleiben der Fernbeziehung nur die Wochenenden oder Ferien/Urlaubstage, in denen sie sich sehen und etwas gemeinsam unternehmen können.

Fernbeziehung: Willkommen und Abschied

Stellt euch mal vor, ihr würdet euren Partner, den ihr über alles liebt, nur ein bis zwei Wochenenden im Monat für euch haben. Wollt ihr die Zeit dann nicht intensiv für kuschelige Zweisamkeit und gemütliche Fernsehabende im Bett mit einer Schüssel Chips oder Popcorn nutzen? Das sind die einzigen paar Stunden, die ihr miteinander verbringen könnt, in denen ihr die Möglichkeit habt, persönlich miteinander zu sprechen, einfach zusammen zu sein, daher wollt ihr keine Sekunde verschwenden und die Zeit mit eurem Schatz intensiv verbringen.
Und was ist dann mit euren Freunden oder eurer Familie? Völlig vertieft könnt und wollt ihr euren Partner nicht "loslassen" oder "teilen". Es ist sowieso sehr wenig Zeit da, warum solltet ihr sie damit vergeuden, um auf Party-Tour mit den Freunden gehen? "Die sind nächstes Wochenende ja auch noch da und verstehen das sicherlich, dass ich dieses Wochenende nicht kann." Am liebsten würdet ihr euch in der kostbaren, wenigen Zeit nur mit euch selbst und eurer Liebe beschäftigen.
Aber was ist, wenn ihr der Meinung seid, dass mit Freunden und Familie nach wie vor sehr viel Zeit verbracht werden muss? Dann habt ihr im Gegenzug gar keine Zweisamkeit mehr, es kann nicht mehr viel vertraut miteinander gesprochen werden, da einfach die Zeit fehlt, und ihr würdet euch höchstwahrscheinlich auseinander leben. Kommunikation ist das A und O in einer gut funktionierenden Beziehung. Selbst wenn alles mit den Mitmenschen im Umfeld klappt, könnte es Probleme geben, wenn Alltags kaum miteinander gesprochen wird und sich so Misstrauen aufbaut. Gründe hierfür könnten Stress in der Schule/auf der Arbeit oder verschiedene Schul-/Arbeitszeiten sein. Erzählt der Partner, dass er zu einer/einem Kollegin/Kollegen geht, dann fühlt es sich gleich komisch an, da ihr den "Freund" nicht kennt und ihn nicht einschätzen könnt, genauso wenig wisst ihr, ob es wirklich "nur" ein Freund ist und kein/e Geliebte/r. Da spielt Vertrauen eine sehr große Rolle. Vertrauen ist Grundvoraussetzung für jede Partnerschaft, und wenn dies kaum oder gar nicht vorhanden ist, dann wird es früher oder später große Probleme geben.

Um nochmal zum Problem "Zeit" zurückzukommen: Also ist es im Prinzip egal, was gemacht wird? Bei Wochenenden zu zweit fühlen sich Freunde und Familie vernachlässigt, und wenn ihr zusammen etwas mit ihnen unternehmt, dann fehlt euch die dringend benötigte gemeinsame Zeit?

Fernbeziehung: Willkommen und Abschied

Nein, zum Glück ist es nicht so. Meiner Meinung nach kann eine Fernbeziehung gut funktionieren, genau wie in einer "normalen", allerdings ist es natürlich anders und es muss mehr beachtet und Kompromisse eingegangen werden.
Wenn das Finanz-Problem gelöst ist, dann steht einer solchen Beziehung nichts im Wege, vorausgesetzt beide wollen es, lieben sich, vertrauen einander und sind eben bereit Kompromisse einzugehen.

Ich denke, selbst wenn man seine Liebe nur ein Mal im Monat sehen kann, ist es möglich, eine gut funktionierende Beziehung zu führen. Die wenige Zeit muss gut genutzt werden, auf keinen Fall dürfen die Stunden zu zweit fehlen, aber es müssen auch Freunde und Familie besucht werden. Zwar nicht so oft, wie in einer "normalen" Beziehung, aber es ist notwendig, damit der Partner in das Leben integriert werden kann, und dazu gehören auch die Mitmenschen. Die/der Lebensgefährtin/Lebensgefährte soll und muss schließlich zum Leben dazugehören und sie/er möchte sicherlich auch wissen, mit welchen Menschen man Kontakt hält und wer der beste Freund ist. Natürlich will sie/er auch irgendwann die Eltern kennenlernen und umgekehrt.
Eine feste Bindung entsteht durch gemeinsame Erlebnisse, das heißt, man sollte auf keinen Fall nur zu Hause sitzen und die Zeit genießen, indem man im Bett liegt und fern sieht. Früher oder später würden beide gelangweilt werden. Die Stunden können auch wunderbar bei gemeinsamen Unternehmungen genossen werden, wie zum Beispiel ein Kinobesuch, ein Spaziergang im Park, der Besuch auf einem Trödelmarkt, Shoppen gehen, Eisessen oder ganz klassisch ein romantisches Abendessen im Restaurant. Das Gleichgewicht zwischen Zweisamkeit, Unternehmungen und Soziales muss gehalten werde. Wie die Zeit verteilt wird, liegt im eigenen Ermessen des Paares.

Am Rande: Würde das Paar zusammen wohnen, würde noch das eigene Hobby dazuzählen. Es ist sehr wichtig, dass sich beide Partner auch alleine beschäftigen können und nicht auf den Anderen angewiesen sind. Sonst würde es irgendwann Streit geben, da sich einer bedrängt fühlt und der Meinung ist, er würde eingesperrt werden und hat keine Zeit mehr für sich.

Fernbeziehung: Willkommen und Abschied

Zwei weitere Grundvoraussetzungen sind Vertrauen und Kommunikation. Ohne die beiden Punkte wird keine Partnerschaft funktionieren, und bei einer Fernbeziehung sind sie sogar noch wichtiger als sonst. Man muss dem Partner vertrauen können, dass er, trotz der Distanz, treu bleibt. Aufgrund der Entfernung bleibt einem auch nur Vertrauen über, mit Kontrolle kommt man da nicht weit (kommt man nie...). Mit Geschick und ein wenig Intelligenz könnte man in einer Ferneziehung eine Affäre leicht verheimlichen, da der Partner kaum bei einem ist und so auch nichts mitbekommt. Natürlich ist Betrug das Allerletze und ich wünsche keinem, dass er jemals betrogen und enttäuscht wird, aber leider zeigt das wahre Leben etwas Anderes... - Aber nun gut. Neben Vertrauen spielt Kommunikation eine große Rolle, und wenn jetzt jemand denkt "Klar, ich erzähle ihr/ihm täglich die positiven Erlebnisse des Tages, damit unsere Beziehung, die schon so nicht einfach ist, nicht mit unnötig negativen Gefühlen beeinflusst wird.", dann weiß sie/er nicht, was damit gemeint ist. Es soll kein Smalltalk gehalten werden, sondern das Paar muss sich gegenseitig aus seinem Leben erzählen. Egal, ob es die Freude über den neu gekauften Pulli oder der Ärger mit dem Schüler/Arbeitskollegen ist, alles gehört zum Leben dazu, genau wie der Partner. Gerade, da man sich im Alltag nicht sehen kann, ist es besonders wichtig, dass man sich den Alltag telefonisch, per Webcam oder im Chat mitteilt, wobei letzteres natürlich die unpersönlichste Methode ist. Beide sollen das Gefühl haben trotz der Entfernung im Leben des Partners dabei zu sein und teilgenommen zu haben.

Das aller wichtigste bei einer Fernbeziehung ist die Aussicht auf ein Ende, eine Besserung. Es muss von vornerein geplant werden (ansatzweise), wie die Zukunft grob aussehen wird, denn so eine Liebe ist leider nicht für die Ewigkeit möglich. Entweder muss einer von beiden zu dem Partner hinziehen, oder beide wählen einen neuen Wohnort und ziehen dort zusammen. Es müssen Kompromisse geschlossen werden. Selbst bei der Wahl des neuen Ausbildungsortes oder der Universität/Hochschule, kann schon an die Zukunft gedacht werden. Das ist sicherlich der schwierigste Punkt von allen, da einer von beiden (oder beide) alles aufgeben müssen, den Job, die Wohnung, Freunde, Familie, um mit dem Partner woanders ein gemeinsames Leben zu beginnen. Die Freunde und Familie zu besuchen ist dann nicht mehr so häufig möglich. Scheitert diese Beziehung irgendwann, aus welchen Gründen auch immer, dann steht der eine völlig alleine da, deshalb sollte diese Entscheidung gut durchdacht werden. Steht von Anfang an bei beiden fest "Nein, ich möchte von hier niemals wegziehen, es ist meine Heimat, hier sind meine Freunde, meine Familie.", dann hat eine Beziehung kaum einen Sinn, da sofort klar ist, dass sie niemals zusammen leben würden.

Voraussetzungen für eine Fernbeziehung in Stichworten:

  1. Vertrauen
  2. Kommunikation (Freude und Ärger)
  3. Zweisamkeit (alleine gemütlich auf dem Sofa)
  4. Unternehmungen (Kino, Spaziergang, Eisessen, Restaurant)
  5. Freunde (Besuche, Partys usw.)
  6. Familie (Kaffeetrinken, Unterhaltungen usw.)
  7. Aussicht auf ein Ende der Distanz

Eine Fernbeziehung ist meiner Meinung nach möglich, wenn die oben genannten Punkte eingehalten werden. Natürlich zählen diese auch zu einer "normalen" Beziehung, aber bei einer Beziehung auf Distanz muss darauf besonders Wert gelegt werden, da man, meiner Meinung nach, schnell den Blick für die Realität verliert, da man zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, die wenige Zeit genießt und auf Punkte, wie Freunde, nicht mehr so sehr achtet oder es nicht für notwendig empfindet, etwas zu ändern. Selbst eine Internetfreundschaft kann sich durchaus als schwieriger erweisen.

Was denkt ihr? Hat eine Fernbeziehung Zukunft, oder soll man es lieber gleich sein lassen? Ist es ein Versuch wert? Muss bei dieser Beziehungsform auf etwas Besonderes geachtet werden?

Gedicht: Willkommen und Abschied

Es schlug mein Herz, geschwind, zu Pferde!
Es war getan fast eh gedacht.
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hing die Nacht;
Schon stand im Nebelkleid die Eiche
Ein aufgetürmter Riese, da,
Wo Finsternis aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.

Der Mond von einem Wolkenhügel
Sah kläglich aus dem Duft hervor,
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer,
Doch frisch und fröhlich war mein Mut:
In meinen Adern welches Feuer!
In meinem Herzen welche Glut!

Dich sah ich, und die milde Freude
Floß von dem süßen Blick auf mich;
Ganz war mein Herz an deiner Seite
Und jeder Atemzug für dich.
Ein rosenfarbnes Frühlingswetter
Umgab das liebliche Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich - ihr Götter!
Ich hofft es, ich verdient es nicht!

Doch ach, schon mit der Morgensonne
Verengt der Abschied mir das Herz:
In deinen Küssen welche Wonne!
In deinem Auge welcher Schmerz!
Ich ging, du standst und sahst zur Erden
Und sahst mir nach mit nassem Blick:
Und doch, welch Glück, geliebt zu werden!
Und lieben, Götter, welch ein Glück!

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832), dt. Dichter, Schriftsteller

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Leeri

04. November 2011, 19:13 Uhr

Ein interessantes Thema...ich denke, es kommt auch auf die einzelnen Menschen an...manchen mögen es, den Partner (fast) die ganze Zeit bei sich zu haben (dann ist es eher schlecht mit der Fernbeziehung), manche brauchen wiederum viel Zeit für sich und nicht so viel "Zuwendung", dann ist es vielleicht eher was....
Für mich persönlich ist es nicht, und ich investiere sehr viel Zeit, um bei meinem Freund zu bleiben....Wenn er nicht wär, wär ich schon lange zu meiner Uni gezogen....

Vicky

05. November 2011, 09:45 Uhr

Ich habe 4 Jahre Fernbeziehung hinter mir und ich muss sagen ich würde es jetzt nicht noch mal tun. Die zeit zu zweit ist dann doch zu wenig, wie auch die anderen Dinge die auf einen zukommen(was du ja auch aufgezählt hast)

Zum GB Eintrag: jo stimmt kann mich daran erinnern das wir Linkpartner waren. na ja ich hatte 1 1/2 Jahre an meiner Page nicht gemacht also das du mich vorsichtshalber aufgeschmissen hast aus der liest kann ich nachvollziehen. Wenn du Lust hast könnten wir aber wieder linkpartner werden.

lg Vicky

Melina

05. November 2011, 11:53 Uhr

Das finde ich auch. Kleinigkeiten machen schon sehr viel aus.
Danke :) Ja, da hast du recht. Mir ist das mit dem Abstand vorher nicht aufgefallen. Aber jetzt, wo du mich darauf aufmerksam gemacht hast, stört mich das selbst und ich muss es ändern xD
Kein Problem, bitte ^^

namimosa

05. November 2011, 17:13 Uhr

ich hatte noch nie eine fernbeziehung, würde es aber für mich nicht ausschließen. ich sehe das ähnlich wie du. natürlich hat man mehr probleme als wenn man nah beieinander lebt. all das geld das für die fahrt drauf geht und die tatsache, dass man sich nicht immer sehen kann, wenn man es will. letztlich bin ich aber doch der meinung, dass man es zumindest mal ausprobieren muss. wenn man wirklich jemanden kennen lernt, mit dem es passen könnte, bereut man es unter umständen nur, es nicht getan zu haben. und na ja, vielleicht klappt's ja? das weiß man nie ohne es ausprobiert zu haben. einfacher als eine "normale" beziehung ist das mit sicherheit nicht. aber ich schätze die qualität der unternehmungen, wenn man sich dann mal sieht, ist um einiges höher als bei normalen beziehungen. weil man die zeit dann bestmöglich nutzen möchte. die frage ist natürlich, ob die beziehung auch normalen alltag aushält. was man oft ja erst nach einiger zeit herausfinden kann...
ich würde eine fernbeziehung für mich also nicht auschließen und im falle der fälle ausprobieren. ich bin allerdings auch nicht mehr minderjährig und von daher... ein problem weniger würde ich sagen. ;)
meine schwester ist noch minderjährig und ist auch seit fast einem jahr mit jemanden zusammen, der weiter wegwohnt... es scheint also durchaus zu funktionieren. und ich kenne sogar ein pärchen, das demnächst sogar eine fernehe führt. ;)

Isa

07. November 2011, 22:24 Uhr

Huii das ist ja genau mein Thema O.o
Alsooo ich habe seit 3 Jahren eine Fernbeziehung - und ich muss noch bis September nächstes Jahr durchhalten :(
Wir sehen uns so alle 2-3 oder auch mal 4-5 Wochen. Die Entfernung zwischen uns beträgt ca. 140 km... Das bedeutet 2 bis 2 1/2 Stunden Autofahrt und (je nachdem was man für ne Fahrkarte bekommt) - 2 1/2 bis 3 Stunden Zugfahrt. Fahrkarte kostet zwischen 28-42 Euro ... Ja da kommt schon was zusammen. Aber bisher hat es (neben wenigen Kriesen) immer ganz gut geklappt. Klar gibt es Phasen, wo man am liebsten Aufgeben würde - aber ich finde die Vorfreude auf das reffen ist viel größer, wenn man eine Fernbeziehung führt. Alles ist viel intensiver und kostbarer...
Die Punkte die du aufgeführt hast, sind in der Tat sehr wichtig. Ich finde es am schlimmsten, wenn mein Freund Prüfungen hat und wir uns nur 1x am Tag für 5 min am Telefon hören. Das zieht sich auch mal über 1 Woche hin und dann ist das sehr deprimierend... Es ist nicht leicht - vor allem im Winter, wenn alle anderen mit ihrem Schatz im Bett kuscheln können (XD)... aber es lohnt sich, wenn man weiß, dass der andere der Richtige ist :)

Dracovina

07. November 2011, 23:05 Uhr

Vielen Dank für all eure Meinungen!

Nach euren Antworten konnte ich feststellen, dass alles doch eher eine Einstellungs- und Charaktersache ist... einige kommen mit der Entfernung recht gut klar, andere nicht.

@ Leeri: Ich stimme, mit dem was du sagtest, nicht ganz überein.. meiner Meinung nach möchte jeder, der schwer verliebt ist, seinen Schatz erst einmal nur um sich haben.. und irgendwann kommt die Zeit, wo man wieder ins "richtige" Leben zurück muss, d.h. an eigene Hobbys und Freunde denkt. Das was du meintest wäre für mich die gemeinsame und "getrennte" Zeit, denn in einer Partnerschaft dürfen eigene Interessen nicht verloren gehen - genauso wenig wie die gemeinsame Zeit.
Wenn jemand seinen Partner nicht so oft sehen möchte, dann ist meiner Meinung nach irgendetwas in der Beziehung nicht okay. Vielleicht täusche ich mich auch, aber so denke ich.

@ namimosa: Ich kann dir komplett zustimmen! Ich sehe das genauso wie du... man sollte es zumindest ausprobieren, wenn es nicht klappt, dann klappt es halt nicht, aber hey, man hat es versucht :)

@ Isa: Freut mich, dass es bei dir klappt!
140 Km sind ja noch relativ "leicht" zu überbrücken... besser als das andere Ende von Deutschland mit ein paar 100 Kilometern mehr.
Ja, du hast Recht, die Vorfreude ist dann sicherlich größer und man weiß die gemeinsame Zeit viel besser zu schätzen.
Aber da du weißt, dass ein Ende in Sicht ist, würde ich immer dieses Ziel vor Augen halten.. und sehr bald hat die Entfernung ein Ende. Ich wünsche euch alles Gute!

DevilDice

08. November 2011, 14:33 Uhr

Ich denke dass wohl (fast) jeder/jede irgendwann einmal Erfahrungen mit Fernbeziehungen gesammelt hat (oder sammeln musste).
Ich weiß für mich jedenfalls dass ich keine Fernbeziehungen mehr füren möchte und zum Glück auch nicht muss. Ich habe meine zweite Hälfte gefunden XD und freue mich auf den Tag, ab dem ich jedenmorgen Arm in Arm aufwachen darf ^^ Ich denke auch dass eine Fernbeziehung nur zeitlich begrenzt funktionieren kann, also muss einer oder müssen beide früher oder später ihre "Heimat" aufgeben. In einer Fernbeziehung lernt man jedoch nur die "Schokoladenseite" kennen und dann ist die Gefahr groß, dass es dann später zu einem "bösen Erwachen" kommen könnte und mindestens einer dann "Allein in der Fremde" steht. Aber wie so oft ist das eine Frage, über die sich Kopf und Herz streiten und ob es die richtige oder falsche Entscheidung war, kann man erst erfahren wenn man es probiert hat. Ich jedenfalls würde für meine Liebe auch bis ans Ende der welt fahren (sind aber zum Glück weniger als 100 km). An allen die es versuchen >>>Viel Glück und Kraft!!!

Dracovina

08. November 2011, 18:04 Uhr

Das stimmt... diesen Punkt habe ich hier gar nicht beachtet. Bei einer Fernbeziehung lernt man zuerst wirklich nur die "guten Seiten" kennen und weiß gar nicht so wirklich, ob und wie man im Alltag miteinander auskommt. Das muss man wie eine Beziehung auf Distanz ausprobieren, das Risiko eingehen. Wenn man denn dazu bereit ist.

Jana

08. November 2011, 19:51 Uhr

Da ich selber in einer Fernbeziehung lebe, weiß ich wie das ist, aber ich glaube daran, dass eine solche Beziehung klappen kann, wenn man sich liebt :)

Meli

08. November 2011, 22:02 Uhr

Hey, ich hoffe du hattest auch ein schönes Wochenende! Leider konnte ich mich nicht früher melden, weil ich kein Internet hatte (:

Deine Themen sind zurzeit total interessant! Vor allem das Thema Fernbeziehung spricht mich gerade an, weil ich letztes Jahr selbst noch in einer gelebt habe. Da diese aber sehr unschön und schmerzlich geendet hat, möchte ich jetzt nicht weiter in die Tiefe gehen.

Ich denke aber das es immer auf Beide ankommt und dabei spielt es nun keine Rolle ob es nun eine Fernbeziehung oder eine "normale" Beziehung ist. Wenn einer nicht mitzieht, ist die Beziehung wohl leider immer zum Scheitern verurteilt. Und das allerwichtigste ist wohl die Kommunikation. Ohne Reden geht nach eigener Erfahrung wohl so einiges schief ;(

Ob ich mich allerdings noch einmal auf eine Fernebziehung einlassen würde weiß ich nicht ... Mein jetziger Freund lebt zwar nur 20 Minuten von mir entfernt, aber ich bin weniger wegen der Entfernung so glücklich. Sondern damit wie er mich behandelt :)

Leeri

08. November 2011, 23:28 Uhr

Ja klar, in der allerersten Zeit ist e schon klar, dass man am liebsten 24 Stunden mit seinem Schatz verbringen möchte...aber ich meinte her den beziehungsalltag, nach dem "Rosarote-Brille"-Stadium....
Ich kann es momentan beobachten, da ich ja angefangen habe zu studieren und viele Leute umgezogen sind und demensprechend ihre Freunde nicht sehr oft sehen.....da gibt es Leute, die hätten die Möglichkeit z.B. am Wochenende nach Hause zu fahren und machens nicht (und es liegt nicht an dem finanziellen Aspekt)....ich würde in so einer Situation wahrscheinlich total verrückt vor Einsamkeit werden! Deswegen denke ich, dass es verschiedene Charaktere gibt.
Sich jeden Tag sehen und gleichzeitig auch eigene Hobbys und Freunde haben schließt sich zumindest bei mir übrigens nicht aus :)

Shanee

09. November 2011, 00:17 Uhr

Vielen Dank

Dein Blog gefällt mir auch sehr gut. :D

Fr34k

09. November 2011, 11:47 Uhr

Ich finde Fernbeziehungen echt doof, aber manchmal geht es nicht anders. Als ich in Schottland war, musste ich auch eine Fernbeziehung führen, aber mit dem richtigen Menschen klappt das auch alles wunderbar!

Danke, zum Ende der Bachelorphase werd ich das sicher nochmal gut gebrauchen, jetzt geht es ja erst los :D

Oh Gott ich bin froh, dass ich meine Haare nicht so auftoupiert habe, es war ja so schon schwierig genug die gedrehten Zöpfe für die Perücke wieder auseianderzukriegen :D
CiAO Fr34k

Jenny

10. November 2011, 13:58 Uhr

Also zu dem Thema wirds wohl 'nen langen Käse geben.
Ich selbst bin ja in einer Fernbeziehung und muss sagen, dass es ganz gut klappt. Das größte Problem ist natürlich das Geld, denn ohne Vorteilscard würde ich für eine Fahrt 34€ zahlen! Das wieder zurück würde allein schon 68€ ausmachen! Mit 17 Jahren bekommt man so viel Geld schwer ins Geldbörsel. Sobald man die knapp 3 - 4 Stunden Fahrt überlebt hat, seinem Schatz in die Arme fällt, will man natürlich auch etwas unternehmen. Wie soll das denn gehen, wenn man kein Geld hat? Für mich ist das natürlich kein großes Problem. Wir zwei sitzen meist daheim, beschäftigen sich mit den Laptops, gucken Filme und/oder sehen fern. Ich helfe ihm bei bestimmten Sachen, er mir. Ich muss sagen, dass das auch gar nicht mal so schlimm ist, wenn man eine Woche nichts unternimmt. Meist ist es auch so, dass wir einfach nur unsere Ruhe haben wollen, denn seine Freunde wollen jeden Tag mehrmals "was trinken" gehen. Das kostet enorm viel Geld und man mag es ja nicht, wenn andere bezahlen. Und ein "NEIN" wird einfach nicht akzeptiert. Da stehen sie plötzlich im Zimmer, egal wie spät es ist, und wecken einen notfalls sogar auf. Ich finde das einfach nur dreist, aber was will man tun.
Zum Thema Vertrauen: Ich denk ja, dass wenn man dem Partner nicht vertrauen kann, die Beziehung sowieso schon zu Ende ist. Der Partner würde SO eifersüchtig sein, dass es einfach nur noch eine Qual wäre. Klar, man ist ab und zu eifersüchtig (das auch, wenn man sieht, mit welcher/m Tussi/Typ der Partner schreib), aber das ist denke ich normal.
Noch zum Punkt "Aussicht auf ein Ende": Also für mich war ja schon Anfangs klar, dass ich diejenige bin, die zu ihm ziehen wird. 1. weil er älter ist als ich, 2. die Wohnungen bei ihm um mehr als 50% billiger sind und 3. weil.. Jetzt hab ich 3. vergessen.. Naja, ist ja egal. Ich bin der Meinung, dass es bestimmt nur unnötige Streiterein geben würde, wenn man einen Kompromiss schließen müsste, wer wo wann hinzieht und dies aber nicht will. Auf Dauer kann das bestimmt nicht gut gehen. Natürlich muss das nicht so sein, aber für mich wär das einfach nur schrecklich, wenn er mitten in Wien wohnen würde und ich zu ihm ziehen müsste. Da würde ich bestimmt total unglücklich werden und es würde sich auch bestimmt auf die Beziehung auswirken.
Ein ganz ganz wichtiger Punkt in (Fern-)Beziehungen ist, dass man NICHT jedem seine Probleme mit dem Partner anvertraut. Ohje, da kamen bei mir schon ganz schlimme Dinge zusammen! Hat man das Pech, dass die eigene Freundin auf den eigenen Partner steht, dann ist das ein gefundenes Fressen. *böse Erinnerungen kommen hoch* Bei mir hat es die Beziehung so stark belastet, dass sie fast in die Brüche gegangen ist.
Oh, und da fällt mir noch ein, dass ein weiterer wichtiger Punkt die Zuverlässigkeit ist! Das Problem hat mein Partner nämlich. ^^ "Schatz, ich bin in 10 Minuten wieder da! :)" und dann kommt er doch in 2 Stunden wieder. Bei ca. 300-350km Entfernung kann man nicht einfach sagen "Ja gut, dann geh ich ihm mal nach und machen wir gemeinsam was" oder was auch immer. Man malt sich die schlimmsten Gedanken aus. Noch schlimmer wird es, wenn man keine Benachrichtigung darüber bekommt, dass der Partner nun doch länger weg ist. Man kann ja nicht wissen, ob ein Unfall passiert ist, oder ob der Laptop nun einfach nicht mehr starten will. Vor allem nicht, wenn das Handy (wie bei meinem Freund) nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert. Das ist echt total schlimm!

So, jetzt hör ich aber auf. :)

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